Über mich

 

Ich beschäftige mich schon lange, sehr intensiv, mit dem Thema der Rost-Fotografie. Hier in Berlin, einer Stadt, die in Teilen so nahe am Verfall ist und doch so offen für den Aufbau, das Neue, finde ich für mein Thema die erlebbaren Entsprechungen.

Rost in allen nur erdenklichen Variationen gilt es aufzuspüren, wahrzunehmen und als lebendige Natur zu visualisieren. Für viele Menschen ist Rost eher „etwas“, das man sauberputzen möchte, beseitigen möchte. Ich sehe die unfassbar schönen, vielschichtigen Strukturen, Texturen, sehe deren Verwandlungen. Ich möchte fast sagen: „Rost lebt.“ Rost  war ganz zu Beginn des Lebens auf diesem Planeten – verursacht durch Einzeller- ein Zeichen dafür , dass Sauerstoff produziert wurde und damit die evolutive Entwicklung des Lebens eingeleitet wurde.

Der scheinbar willkürliche Zerfall von Metallen vollzieht sich in farblichen Facetten von großer Vielfältigkeit. Für mich ist dieser Vorgang ein Wunder an Schönheit. Das Licht, das auf diesen Rost fällt, verändert je nach Tageszeit, nach Wetter oder Temperaturen das wahrnehmbare Bild. Mal eher blass, sanft in den Farben, eher harmonisch, dann wieder grell und fast unecht wirkende Farbennuancen, bisweilen chaotisch anmutende Muster, kann ich entdecken. Die besondere Herausforderung für mich besteht darin, den Rost in seiner Ausgestaltung so zu entdecken, als seien es Malereien.

Darüber hinaus liebe ich es, mit meinen Rost-Fotografien zu spielen und Composings entstehen zu lassen.

Christiane Burger

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